Montag, 21. April 2008

Christchurch

Mein Vortrag und Ich

Wie, die Konferenz ist schon vorbei? Das ging aber schnell. War aber auch kein Wunder bei dem Programm. Das Organisationsteam der University of Canterbury hat die Messlatte für alle folgenden Konferenzen dieser Art ganz schön hoch gelegt. Von morgens 9 bis abends 9 war immer Programm angesagt. Viel Abwechslung und lecker Essen. Alles lief reibungslos und das beste – Ich habe nicht einen Pfennig dazu bezahlt. Alles war von der University of Auckland gesponsert.

Jetzt bin ich wieder hier und habe eine Menge neue Informationen und Kontakte mitgebracht. Mal sehen, ob sich daraus etwas für den Fortschritt meiner Arbeit in diesem Jahr zaubern lässt. Der Kopf ist jedenfalls voll von Ideen. Da deshalb für Bilder kein Platz mehr war, habe ich sie auf die Uni-Homepage ausgelagert.

Mittwoch, 16. April 2008

Gone in the morning

Gone in the morning. Das sind sie meistens. Da kann man machen, was man will. Und oftmals sind so so witzig, das man sie eigentlich gerne behalten möchte. Manchmal ist man vielleicht froh, dass sie “gone in the morning” sind.

Wie dem auch sei: Newton Faulkner singt darüber. Und ich kann ihn sehr gut verstehen, wenn er singt: “When the alarm goes off I just won't go!” Und ich muss es im Moment auch nicht. Ich habe nämlich zwei Wochen frei. Und Newton, um mir den Morgen zu versüßen…

Montag, 14. April 2008

NZCSRSC 2008

Das ist der Name der Konferenz, zu der ich um 13:00 Uhr fliege. New Zealand Computer Science Research Student Conference. PhD- und Master-Studenten aus ganz Neuseeland haben sich beworben und werden dort ihre Arbeit vorstellen. Im Anschluss daran nehme ich auch noch an einem Workshop teil, in welchem ich lerne, wie man Computer Science an Schulen lehrt, ohne einen Computer zu benutzen. Drei Beispiele findet ihr hier:

Schade, dass Kathrin nicht mitkommen kann. Sie hat noch eine Woche Arbeit vor sich, aber dann ist endlich Term Break. Natürlich wäre sie lieber mit mir in Christchurch und würde dann die Stadt etwas intensiver erkunden, als wir es damals im Urlaub konnten. Naja, ich werde auf jeden Fall Fotos mitbringen. Hoffentlich aus dem Flugzeug heraus. Mal sehen.

Montag, 7. April 2008

Wow...

Manchmal ist es schon komisch, dass man erst krank sein muss, um zu bemerken, dass andere Menschen sich um einen kümmern. Nicht nur, dass Freunde telefonisch oder per SMS nachgefragt haben, wie es uns geht, nein, nicht nur das.

Gestern nachmittag haben wir im Wohnzimmer leise vor uns hinhüstelnd ein Spiel gespielt, als unsere Nachbarin (Jill) ganz besorgt vorbeikam und fragte, ob alles mit uns in Ordnung sei – sie habe uns so viel husten hören. Heute Morgen hat Dan angerufen und uns darauf vorbereitet, dass er uns scharfe Hühner-Gemüsesuppe vorbeibringen will. Hat er auch gemacht (und die Suppe ist wirklich gut – ich kann auch endlich wieder etwas mehr essen, nachdem ich in den letzten Tagen doch ein paar Kilo verloren habe). Kurze Zeit danach sehen wir Jill wieder und erzählen ihr von der Suppe und sie sagt, dass sie gestern auch Hühnersuppe hatte und auch überlegt hatte, uns etwas zu bringen. Später dann, als ich Wäsche vor unserem Haus aufgehängt habe (heute scheint nämlich schon den ganzen Tag die Sonne), winkt mich eine unsere anderen Nachbarinnen zu sich heran und gibt mir ein paar Hustenbonbons, auf ihre Brust zeigend und mit den Worten: ”It's awful, isn't it?“ Wow…

Wir fühlen uns ganz schön beschenkt. Manchmal muss man eben wirklich ganz arm dran sein, um zu begreifen, wie reich man eigentlich ist…

Sonntag, 6. April 2008

Wenn einer eine Dusche hat...

…dann kann er was erleben. Vor allem, wenn die Dusche undicht ist und das Wasser am Ablauf vorbei ins Fundament rinnt. „Kein Problem,” haben wir uns gesagt (irgendwann im April letzten Jahres). Da rufen wir einfach den Vermieter an und melden das. Schließlich muss er dafür sorgen, dass das in Ordnung kommt.

Bis heute ist immer noch nichts repariert. Aber wir müssen eingestehen, dass wenigstens etwas Bewegung in die Sache gekommen ist. Immerhin haben wir regelmäßigen Email-Verkehr mit dem Klempner, im Verlaufe dessen wir ständig den Termin weiter in die Zukunft schieben müssen. So sind wir von Februar momentan schon bei Ende April angelangt. Mal sehen, wie die Sache weiter verläuft. Solange uns noch nicht der Boden unter den Füssen wegschimmelt, ist ja noch alles OK.

Samstag, 5. April 2008

Schlechter Einfluss

Angriff der Grippeviren

“Influence” – so sagt man hier für „Einfluss”. Und Einfluss hat gerade etwas auf uns. Nämlich die Influenza. Und zwar bösen. Zum Glück nicht gleichzeitig. Von Donnerstag auf Freitag hat es zuerst Kathrin umgehauen. Mitten in der Nacht wurden Schwindel, Kopf- und Bauchschmerzen so schlimm, dass wir in ein Krankenhaus gefahren sind. Und bis heute habe ich sie aufgepäppelt, mit ihr gebannt auf das Fieberthermometer gestarrt, Tee und heiße Suppen gemacht, etc.

Heute dann, so ca. um 16:00 Uhr, schepperte es dann bei mir. Ich hatte noch gehofft, vielleicht mit einem kleinen Schnupfen drumherum zu kommen, aber Pustekuchen. Erschreckend, wie schnell der Virus zugeschlagen hat. Von einer Stunde auf die nächste war ich nicht mehr in der Lage, geradeaus zu laufen. Wir haben es noch geschafft, für ca. eine Stunden die warme Abendluft zu genießen, aber von außen müssen wir gewirkt haben wie ein besoffenes Pennerpärchen alkoholisch stark beeinflusstes Obdachlosenpärchen.

Jetzt müssen wir mal sehen, was die Nacht bringt. Hoffentlich eine Menge Schweiß und dadurch weniger Viren. Hoffentlich ist Kathrin morgen fitter als ich es wahrscheinlich sein werde. Sonst wird das mit dem gegenseitig stützen nämlich Essig.

Donnerstag, 3. April 2008

Wetterwechsel

Endlich regnet es mal wieder. Wurde auch wirklich Zeit. Seit ca. vier bis fünf Monaten haben wir nun schon gutes Wetter. Das erfreut zwar Touristen und Outdoorliebhaber wie uns, bringt aber die Natur an ihre Grenzen. Das so grüne Neuseeland hat ganz schön gelitten, vor allem auf Rangitoto Island ist uns zum Beispiel der traurig in die Welt schauende Kidney Fern aufgefallen. Entmutigt hatte er sich zusammengerollt und schien mit seinem Leben schon abgeschlossen zu haben. Und auch für die Farmer war diese lange, heiße, trockene Sommer ein Desaster (Folgen der Dürre und Erleichterung über den Regen). Regen ist nun einmal des Bauern Freud. Ohne Wasser geht es einfach nicht.

Das Wetter kann man sich nicht aussuchen. Es kommt, wie es kommt, und wir müssen damit so gut wie möglich umgehen. Und so ist es doch auch oft im wirklichen Leben. Wir haben nicht nur gute Zeiten. Wir haben aber auch nicht nur schlechte Zeiten. Und oftmals brauchen wir diese Abwechslung, um das Gute überhaupt noch schätzen zu können. Und in Krisenzeiten machen wir oft Erfahrungen, die uns letztendlich aufbauen, stärker machen. Regen ist wichtig. Für das Land und für uns.