Montag, 20. April 2009

Optische Folter?

Wir sind wieder da aus unserem Südinselurlaub. Und lange haben wir überlegt, wie wir euch am besten daran teilhaben lassen könnten. Nach vielem Hin- und Herüberlegen sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir euch dieses Mal schonen müssen. Es war einfach zu schön und großartig. Würden wir euch jetzt Fotos zeigen, würde das mit Sicherheit an seelische Grausamkeit grenzen. Falls ihr allerdings denkt, dass ihr es irgendwie ertragen könnt, hinterlasst doch einen Kommentar. Dann können wir ja noch mal ganz in Ruhe überlegen, wie wir so grausam liebevoll wie möglich von unseren Erlebnissen berichten können…

Dienstag, 7. April 2009

Auf in den Urlaub

Vorbereitungen

Urlaubsreif sind wir. Und seit Monaten haben wir uns nun schon auf diesen großen Trip gefreut – kaum zu glauben, dass es morgen wirklich soweit ist. Endlich wieder runter zur Südinsel und dann sechs Tage in die Wildnis. Das erfordert einiges an Planung und „Packkönnen”

Bereit zum Abflug

Nach einigem Hin- und Herräumen und Überlegen, wie man was denn nun am besten wo verstaut, können wir euch stolz das Ergebnis präsentieren: Zwei Wanderrucksäcke, voll bepackt mit allem, was man sechs Tage in der Natur braucht, und zwei kleine Taschen mit dem restlichen Krimskrams.

Somit wird nun auf unserem Blog jetzt erst einmal eine Weile Ruhe sein. Am 18. April kommen wir wieder – wahrscheinlich mit unendlich vielen Bildern und um eine Menge Erfahrungen weiter. Wir (und der Kiwi, der darf auch mit) werden versuchen, euch danach so gut wie möglich dran teilhaben zu lassen (und hoffentlich mal wieder richtig neidisch zu machen… ach nein, das würde uns ja nicht im Traum einfallen).

Dienstag, 31. März 2009

Beschaulichkeit selbstgemacht

Das Rezept:

  • Beschichtete Styroporplatten beliebiger Größe als Untergrund für das Kunstwerk besorgen, außerdem Tapetenkleister und (in unserem Fall) blaue Farbe
  • Ein paar Stunden gemütlich am Strand Muscheln und Sand (und Steine und Stöckchen und geschliffenes Glas und und und…) suchen
  • Zuhause alles sortieren und säubern
  • Leim anrühren und mit Sand und/oder Farbe vermischen
  • Die Leim-Sand-Farb-Pampe vorsichtig oder mutig auf die Leinwand auftragen
  • Muscheln und die anderen Fundstücke platzieren und andrücken
  • Warten

Versucht es doch mal. Kann nix schief gehen. Nur Spass machen.

Unser (erstes) Ergebnis:

Kunst mit Sand

Sonntag, 22. März 2009

Auf in den Süden - Vorbereitungen

Der Alltag brummt wie gewohnt (jetzt, wo unsere Gäste weg sind, um so mehr) und die Zeit rast. Kathrin kann seit ein paar Tagen 2 Stunden mehr in der Woche arbeiten. Ich programmiere an meinem Projekt, schreibe Papers und gebe wieder Tutorien. In der Gemeinde bereiten wir uns darauf vor, dass Chad für 3 Monate in die USA geht, um die Gemeinden dort auf den neuesten Stand zu bringen, was hier in Neuseeland so vorgeht. Ende April starten Kathrin und ich ein Programm für Ehearbeit, welches auch vorbereitet sein will. Tut uns also leid, dass hier auf dem Blog in den letzten Wochen nicht viel Neues passiert ist, aber momentan haben wir einfach eine Menge um die Ohren.

Da ist es ein Lichtblick, dass wir Anfang April für zehn Tage auf die Südinsel abhauen. Ganz raus aus dem Trubel. Sechs Tage raus auf den Routeburn/Greenstone Track. Meinen Geburtstag in einer Hütte feiern.

Und wenn wir dann stinkig und verschwitzt am Ende der Tour rauskommen, wieder zu unserer Unterkunft in Kinloch gebracht werden, dann geht die Reise weiter über Mt Aoraki (Mt Cook) nach Christchurch – ein weiteres weißes Stück auf unserer Neuseeland-Karte ausfüllen (neben Heaphy Track/Kahurangi National Park und Abel Tasman National Park, Nelson Lakes National Park, Stewart Island).

Kathrin auf dem Robinson-Ridge Track
Kathrin auf dem Zion Hill Track

Das erfordert allerdings Vorbereitung. Planerisch (Platz in den Hütten buchen, Flug buchen, Unterkunft buchen, Leihwagen organisieren, Essensrationen vorbereiten, Früchte trocknen, fehlende Outdoorausrüstung beschaffen, etc.) als auch körperlich: Mein Knie hat sich die letzten Monate entschieden, bei längeren Märschen zu schmerzen, also betreibe ich gezielt Muskeltraining dafür und wir besorgen noch Trekking Poles („Teleskopwanderstöcke”). Jeden Samstag beladen wir die Rucksäcke mit Ballast und reizen die fiesen und anstrengenden Wanderwege in den Waitakeres aus. Langsam wird es auch was. Gestern haben wir Kathrins Hass-Bergauf-Strecke (Buck Taylor) in einem Durchgang geschafft. Ohne Pause. Schön langsam. Mit viel Schweiß. Aber geschafft. Das macht Mut. Und mein Knie meckert auch nicht mehr so viel. Gut. Denn die Ausdauer war Kathrins grösste Sorge, das Knie meine. Im Ernstfall können wir immer umkehren oder zur Milford Sound Road „ausbrechen” Aber schön wäre es schon, die ganzen 60km zu schaffen. Mal sehen. Wir arbeiten dran.

Freitag, 6. März 2009

Neuseelandwetter

Natürlich: Da ist Wochenende, und wir könnten mit Claudia und Hendrik raus, und was macht das Wetter: Doof sein. Aber eigentlich sollte das ja für uns nichts Neues sein. Da muss man halt einfach schauen, dass man das Beste draus macht.

Dienstag, 24. Februar 2009

Lean on me

Lean on me

Gestern haben wir unsere marriage time nach einem leckeren Abendessen in einem koreanischen Restaurant auf dem Skytower verbracht. Und uns entspannt, an die großen Glasfenster in 220m Höhe angelehnt. Unsicher sieht das aus. Und fühlt sich im Magen auch so an. Hält aber. Und so ist es im Leben doch auch manchmal. Wir fühlen uns kurz vor dem Fall, scheinen schon auf den Boden zuzurasen und werden doch gehalten. Manche muss man diesem Halt einfach nur vertrauen. Sich ihm entgegen lehnen. Ihm vertrauen. Wenn das doch immer so einfach wäre…

Donnerstag, 19. Februar 2009

Invasion des Schokoladenpuddings

Kia Ora Erster Eindruck

Von sich selbst als grünhaariges Katzenmonster und fusseliger Waschbär angekündigt, haben wir heute zwei Freunde aus Deutschland vom Flughafen abgeholt und ihnen einen ersten Mini-Eindruck von Auckland zu vermitteln versucht. Das alleine freut uns ja schon mehr als genug. Dass sie aber trotz Müdigkeit und Jetlag heute direkt Schokoladenpudding gekocht haben ("from scratch", also ohne Packung) und Plätzchenteig für morgen im Kühlschrank liegt, hat uns doch mehr als beeindruckt. Die beiden lassen wir einfach nicht mehr gehen. Selbst schuld. Ham'se sich halt selbst eingebrockt.