Freitag, 26. September 2008

Like ice in the sunshine

Schöööööööööön. Endlich. Frühling ist da. Sonne. Wärme (na gut, noch nicht so richtig). Grillsaison. Sonnencreme und -brand. Wäsche draußen trocknen. Längere Tage. Mehr Möglichkeiten rauszugehen. Heißer Sand. Picknick am Strand. Und noch viel mehr.

Wir dachten uns, wir geben euch mal einen Vor-Geschmack – Waldfrucht, um genau zu sein…

Der Frühling ist da

Samstag, 13. September 2008

Newton Faulkner - Live

Wow. Was für ein Künstler. Über ein Sonderangebot des Entertainment Book kamen wir an zwei Tickets für sein Konzert hier in Auckland (das einzige in Neuseeland) zum Preis von einem dran. Leider ist Kathrin gerade aber wieder bei Mt Ruapehu, diesmal als Helfer für einen Wochenendausflug von Adventure Specialties für Behinderte. Also bin ich gestern Abend zusammen mit Chad zum Konzert (das nennt man dann „Boys night out”). Und es war einfach nur genial. Zusammen mit ca. 150 Leuten waren wir im Galatos (Eindrucksvolle Türsteher…), standen recht dicht an der Bühne und wurden Zeugen, auf wie viele Arten man einer einfachen Gitarre wie viele unterschiedliche Töne und Perkussion entlocken kann. Das ist also das Ergebnis, wenn der Sohn einer stolzen Ex-Hippiefamilie dazu gebracht werden soll, Theater zu studieren.

Damit ihr auch ein wenig davon profitieren könnt, was da gestern Abend ablief, hab ich mal eins der unzähligen Videos aus YouTube rausgesucht. Dieser Clip zeigt besonders detailliert, wie ungewöhnlich und leichtfingerig er mit der Gitarre umgeht.

Donnerstag, 11. September 2008

Der Ruf der Berge

Ein einsames Zelt
Mt Ngauruhoe im Sonnenaufgang
Mt Taranaki und ich
Mt Ngauruhoe
Mt Ruapehu summit plateau

Kathrin ist wieder da. Seit Montag Abend. Wie sehr habe ich es genossen, die Natur endlich wieder einmal so intensiv zu erleben. Den Massen zu entkommen. Eins zu sein mit seiner Umgebung. Loszulassen. Sich auszuliefern. Sich klein zu fühlen im Angesicht dieser schweigsamen Bergriesen. Sich so respektvoll wie bei einer Audienz einem Vulkan zu nähern.

Glück hatte ich. Mit den Leuten. Alle waren richtig nett. Das jeweilige Abendessen war super und passte irgendwie überhaupt nicht zu so einer einfachen Unterkunft. Glück hatte ich auch mit dem Wetter. Zwei Tage lang strahlend blauer Himmel und Sonne – wann habe ich mich das letzte Mal im Winter mehrmals am Tag mit Sonnenmilch eingeschmiert, um auch ja keinen Sonnenbrand zu riskieren? Die Aussicht war unglaublich – selbst den knapp 130km weit entfernten Mount Taranaki konnte man mit seiner schneebedeckten Kuppe bewundern.

Mt Ruapehu Kratersee
Mt Ruapehu Kratersee und ich
Mt Ngauruhoe im Sonnenuntergang
Mt Taranaki im Sonnenuntergang

Schon lange habe ich nicht mehr so wunderbare Sonnenuntergänge erlebt. Noch sehr viel länger her ist es, dass ich den letzten Sonnenaufgang bewundern konnte (das ist der Lohn dafür, wenn man sich um 5 Uhr morgens aus dem Bett quält). Noch nie in meinem Leben habe ich in einer so majestätischen Berglandschaft gestanden.

Und gelernt habe ich eine Menge: Wie man die Eisaxt benutzt. Wie man mit den Steigeisen umgeht. Wie man im Eis klettert. Wie man stoppt (self-arrest), wenn man ausrutscht (wer mag, kann sich unter diesem link ja mal anschauen, wie das funktioniert). Wie man ein Gespür für Lawinen entwickelt und Leute findet, die es im Ernstfall leider nicht hatten. Und ich habe den härtesten Aufstieg meines Lebens hinter mich gebracht (von 1900m auf 2600m).

Sonnenuntergang in der Hütte

Der einzige Wermutstropfen ist, dass ich diese Erfahrung nicht mit Stefan teilen konnte (Zumindest nicht hautnah – die Fotos haben wir uns natürlich sofort zusammen angeschaut. Und Stefan will auch noch einen Film daraus machen.). Aber diesen Ort werde ich ihm früher oder später zeigen. Und beim self-arrest-üben laut lachend und kreischend zusammen mit ihm den Hügel hinunter kugeln und danach in der Hütte mit strahlenden Augen und trockenen Klamotten heißen Tee trinken. Das Leben kann doch so einfach so schön sein…

Samstag, 6. September 2008

Wo ist Kathrin?

Ich bin alleine. Seit Freitag. Kathrin ist weg. Aber wo ist sie bloß? Antwort darauf gibt das folgende Video.

Angeboten wird das Ganze vom AURAC, dem Auckland University Rock and Alpine Club. Zusammen mit acht Teilnehmern und drei Leitern lernt sie dort alles, was man für die Fortbewegung im Schnee und Eis so braucht: Mit Steigeisen und Eisaxt umgehen, Gefahren sehen und vermeiden. Und was man macht, wenn man ausrutscht und den Abhang hinunter saust. Dazu kommt vielleicht noch eine Übernachtung in einer Schneehöhle und ein Ausflug zum Kratersee.

Ich beneide sie darum (wäre zu teuer gewesen, mit zwei Leuten – So kann sie es mir danach einfach beibringen). Ganz schön mutig, meine Frau. Mit lauter fremden Leuten losziehen, eine Wahnsinns-Kletterpartie hinter sich bringen, und dann noch die Kälte. Hut ab. Aber dafür hat sie dann auch eine solche Aussicht.

Mittwoch, 3. September 2008

Erdrutschartig

Warnschild Betreten Verboten
Koru
Kleiner Wasserfall am Wegesrand
Fairy Falls, oberer Teil
Fairy Falls, Detail
Fairy Falls, unterer Teil

Letzten Samstag hat Kathrin wieder ein „Outing” geleitet, eine Outdoor-Tour zu den Fairy Falls. Wir beide waren schon mehrfach da – das letzte Mal zum Geocaching – und kennen daher beide Zugangswege zu den Wasserfällen. Der Zugang von der Mountain Road aus ist etwas einfacher und führt durch eine schönere Wald- und Flusslandschaft. Also fuhren wir mit den Leuten zu diesem Parkplatz, um von einem roten Flatterband „Danger - Keep Out” überrascht zu werden. Ein Erdrutsch hatte den Weg an einer Stelle unpassierbar gemacht. Na gut. Kein Problem. Also fuhren wir einfach zum anderen Parkplatz und starteten die Tour von dort. Da dieser Zugang ziemlich steile Treppen hat, waren einige aus unserer Gruppe am Ende des Ausflugs doch ziemlich geplättet und hatten ihr Workout-Pensum für das Jahr damit absolviert.

Da war einmal ein Weg
Und nun?

Wir hingegen hatten noch nicht die Nase voll und wollten uns diese „unpassierbare Stelle” doch einmal genauer ansehen. Wir hatten auch in etwa eine Ahnung, wo es passiert sein konnte. Nachdem wir die anderen verabschiedet hatten, fuhren wir also frohen Mutes zum ersten Parkplatz zurück und begaben uns mit nicht geringer Laufgeschwindigkeit dem Ort des Geschehens entgegen.

Wir lagen mit unserer Einschätzung nicht ganz richtig. Es war der gegenüberliegende Hang, der weggebrochen war. Aber dafür war er richtig weggebrochen. Die Stelle sah aus, als wäre ein Braunkohlebagger Amok gelaufen. Direkt weiter ging es also wirklich nicht. Aber bushbashing war noch möglich. Dem kleinen Trampelpfad den Hang hinauf nach zu urteilen, hatten es einige Leute anscheinend auch schon versucht. Kathrin machte mutig den Anfang. Sie verschwand im Gehölz und ich verfolgte ihren Fortschritt anhand der immer weiter weg raschelnden und wackelnden Bäume und Büsche. Dann ein Sprung – und sie war auf der anderen Seite.

Ich folgte ihr und musste feststellen, dass diese holzigen Lianen, die Neuseelands Busch teilweise bewohnen, neben Stechginster und Toetoe-Gras auf ewig meine Feinde bleiben werden. Nach einigem Verhaken, Entwirren, Stolpern und ausrutschen stand ich dann auch endlich auf der anderen Seite – dreckig, aber glücklich. Geht doch.

Wir beendeten unsere Tour zu den Fällen, machten ein paar Detailfotos und begaben uns dann wieder zurück Richtung Parkplatz. Hangaufwärts war das bushbashing doch etwas einfacher, weniger dreckig waren wir danach aber trotzdem nicht. Egal. Wir hatten unseren Spaß und wieder ein wenig Erfahrung mehr, wie man solche Stellen umgeht, falls sie uns mal irgendwo über den Weg laufen (rutschen?), wo wir nicht damit rechnen oder durch Hinweisschilder vorbereitet werden können.

Samstag, 30. August 2008

Aus 2 mach 1

Zwei Schlafsäck
Ein Schlafsack

Oh, Mann. Haben wir heute wieder zugeschlagen. Während der Suche nach fehlender Ausrüstung für Kathrin's Snowschool nächstes Wochenende stießen wir auf den Hinweis, dass seit Donnerstag die Firmen Fairydown und Macpac Ausverkauf haben. Alles 30-60% reduziert. Gleich bei uns um die Ecke. Also heute morgen: Nix wie hin.

Nach ein wenig Parkplatzsuche stürmten wir dann die Halle und fanden uns inmitten einer Unzahl von Kartons und provisorischen Ständen wieder. Jacken, Hosen, Pullis, Thermo-Oberteile, Schuhe, Socken, Trekking-Rucksäcke, kleine Rucksäcke, Trinkflaschen und vieles mehr lag relativ geordnet herum und wurde nach bester Schnäppchen-Manier von den Leuten durchwühlt. Und da haben wir ihn dann gefunden: Das Gegenstück zu Kathrins Schlafsack.

Nachdem wir herausgefunden haben, dass alle Macpac-Schlafsäcke identische Reißverschluss-Systeme besitzen und sich so jeweils zwei zusammensetzen lassen, waren wir die ganze Zeit auf der Suche nach noch einem „linksseitigen Escapade 700”. Wir haben aber nie einen gefunden, also hatten wir das Thema schon abgehakt – bis heute.

Gefährlicher Wanderweg

Runtergesetzt von 700$ auf 350$ hing dort der „Sanctuary 700, linksseitig”, identisch zu Kathrins Schlafsack, nur in Orange, einen Tick wärmer und in Mumien-Form. Aber das war mir alles relativ egal. Also haben wir zugeschlagen (plus noch zwei Pullis, ein paar Wandersocken und eine Kamera-Bauchtasche). Und natürlich haben wir auch sofort ausprobiert, ob die Schlafsäcke wirklich zusammenpassen – aber erst nachdem wir von unserer verbotenen Wandertour zurückgekehrt waren (dazu später...). Jetzt muss man nur noch eine Wanderhütte finden, in der die Etagenbetten es auch erlauben, nebeneinander zu liegen. Pinnacles Hut vielleicht?

Sonntag, 24. August 2008

So sieht's aus

Meine aktuelle Haarfarbe

Hier seht ihr dann also das Ergebnis unserer Haarfärbeaktion. Ist gar nicht so grell. Uns gefällt's auf jeden Fall… (Ist zwar auch kein perfektes Foto, um die Farbe meiner Haare zu zeigen, aber so viele Aktuelle gibt es im Moment nicht von mir – vor allem keine im Sonnenlicht, regnet einfach zu viel.) Dieses Foto ist vor zwei Wochen entstanden, als wir mal wieder die Fairy Falls besucht haben und ich dort am Fuß des Wasserfalls mit einem Hund gespielt habe.