Endlich haben wir ein paar Fotos von der Anreise hochladen können. Sie sind hier zu begutachten.
Donnerstag, 18. Januar 2007
Mittwoch, 17. Januar 2007
Wir sind da - endlich
Endlich endlich endlich sind wir in Auckland angekommen – nach insgesamt ca. 60 Stunden Reise. Eigentlich sollten es ja „nur” 38 Stunden sein, doch durch diese bloede Verspaetung und das anschliessende Verpassen des Fluges sind es dann doch ein paar mehr geworden.
Jetzt sitzen wir hier im Arbeitszimmer der Familie, die uns aufgenommen hat, und versuchen zu verstehen, dass wir wirklich angekommen sind und wir uns nicht in einem Traum befinden. Einiges haben wir noch genauso in Erinnerung, wie wir es aus dem Urlaub kannten, anderes ist neu. Aber neue Erfahrungen haben wir in den letzten Monaten so viele gemacht, dass ein paar neue uns nicht mehr schocken koennen. Schocken kann uns auch nicht, dass wir die Umbuchungsgebuehr fuer den Flug von Los Angeles nach Auckland doch selbst bezahlen mussten oder hier in Auckland nur drei statt vier Gepaeckstuecke angekommen sind. Wir sind erst einmal hier. Das zaehlt. Und alles andere wird auch noch kommen.
Und jetzt gehen wir erst einmal ins Bett und kurieren unseren Jetlag aus. Und morgen machen wir uns dann auf den Weg zur Universitaet, um den ersten Buerokram zu erledigen. Freitag machen wir dann das, was wir so sehr gehofft haben, es moeglichst schnell nach unserer Ankunft zu tun: Wir fahren zum Bethells Lake und wandern, suchen Wasserfaelle und picknicken. Dann wissen wir auch wieder mehr, warum wir dieses im Moment manchmal als Wahnsinn erscheinende Vorhaben ueberhaupt gewagt haben…
Mehr (vor allem Fotos, das klappt im Moment nicht so richtig) bekommt ihr in den naechsten Tagen zu lesen und zu hoeren. Wir denken an euch…
Montag, 15. Januar 2007
Chaos - Teil 2
Eigentlich hatten wir gedacht: Erst einmal im Flugzeug wird es ruhiger. Pustekuchen. Der erste Flug von Koeln nach New York hatte 2-3 Stunden Verspaetung (Schlechtes Wetter, Ausweichflughafen zu weit weg, Auftanken in Montreal). Die Schlange an den Umbuchungsschaltern war stundenlang. Nun sitzen wir hier in Los Angeles im Four Points Sheraton (Protz) auf Kosten von Continental Airlines und schreiben euch, dass es uns eigentlich gut geht. Aber bis vor ein paar Stunden halt nicht. Wir werden definitiv einen Tag spaeter in Auckland ankommen. Aber so koennen wir nun hier in einem supergrossen Bett ausschlafen und morgen frisch geduscht und wach und vielleicht mit ein wenig weniger Jetlag die zweite Haelfte der Reise angehen. Alles wird gut.
Samstag, 13. Januar 2007
Chaos
Dies wird nur ein kurzer Beitrag, weil das Chaos überhand nimmt. Kisten stapeln sich. Alle möglichen Dinge werden sortiert. Räume werden kahl. Aber irgendwie sehen wir kein Ende. Wir haben Angst, dass wir nicht alles, was auf unserer ToDo-Liste steht, schaffen. Die Gefühle wechseln sekündlich zwischen „Es klappt locker“, „Es klappt nie“, „Was machen wir da?“ und „Es wird alles super!“. Viele Tränen wurden in den letzten Tagen vergossen, weil viele Abschiede anstanden. Speziell in dem Abschiedsgottesdienst am letzten Sonntag.
Fast alle unsere Freunde und Verwandten waren da. Wir waren überwältigt davon, wieviel wir den Leuten bedeuten. Wir waren aber auch überwältigt davon, wieviel die Leute uns bedeuten. Wieviel Liebe wir empfinden. Es ist echt nicht einfach, Auf Wiedersehen zu sagen. In vielen Abschiedsgeschenken steckte so viel Liebe, dass wir froh sind, dass Gefühle nichts wiegen, da sonst unsere Koffer reißen würden. Danke an euch alle. Wir werden euch sehr vermissen.
Am Sonntag um 11:00 Uhr MEZ fliegen wir los. Am Dienstag um 12:30 Uhr Pazifischer Zeit landen wir (hoffentlich) in Auckland. Dann werdet ihr euch etwas gedulden müssen, bis wir die 38 Stunden Reisezeit verpackt haben und einen Internetzugang gefunden haben. Aber keine Panik. Wir melden uns wieder…
Samstag, 6. Januar 2007
Normale Gefühle?
So kurz vorm Abflug geht alles drunter und drüber – und gleichzeitig auch nicht, weil gutes Organisieren im Moment absolut notwendig ist und dabei für Gefühle nicht immer Zeit bleibt. Trotzdem (oder gerade deswegen) werden wir zwischendurch immer wieder von einer neuen Woge davon getragen: Von Gefühlen wie Trauer, Freude, Angst, Müdigkeit oder Zweifel.
Ist es „normal”, dass wir…
- …Deutschland nicht nur mit lachenden Augen verlassen, sondern jetzt schon Angst vor dem Abschied am Flughafen haben?
- …verwirrt unsere immer kahler und gefühlskälter werdende Wohnung betrachten und in manchen Momenten lieber alles abblasen würden, nur, um hier in unserem kleinen Reich bleiben zu können?
- …uns beide sehr nach Ruhe und Stabilität sehnen, obwohl wir uns durch unseren Umzug nach Neuseeland ja zumindest für die ersten Monate bewusst dagegen entschieden haben?
- …in einem einzigen Moment gleichzeitig Freude und Panik empfinden können?
Wahrscheinlich ist es ganz normal, was wir gerade erleben. Überspringen würden wir diese Phase trotzdem gerne. Genau wie die Phase des Heimwehs, die uns nach drei bis sechs Monaten in Neuseeland erwarten wird. Wir wissen genau, dass sie kommen wird – darauf vorbereiten können wir uns dennoch nicht wirklich…
Donnerstag, 4. Januar 2007
Gott vertrauen
Das neue Jahr hat begonnen und ist jetzt schon wieder fast drei Tage alt. Für uns war das „alte” Jahr geprägt durch Krisen, stressige Zeiten, Warten auf Antworten Neuseeland betreffend, Hoffen, Bangen, Zweifeln. Oft waren wir fast am Ende unserer Kräfte und mussten uns gegenseitig stützen – oder stützen lassen. Von anderen Menschen und von Gott. Und erst durch diese Phasen haben wir erkennen können, wie sehr die Jahreslosung 2006 auf uns zutrifft und welche tiefe Bedeutung sie eigentlich hat:
Wie der „Zufall” es so will, hat die diesjährige Losung eine Antwort darauf:
Wie bereits gesagt ist dieses Jahr für uns ein absoluter Neuanfang. Das kann wahnsinnig viel Angst machen. Und das tut es auch. Aber ich verlasse mich dabei darauf, dass Gott weiß, was er tut – auch, wenn wir es (noch) nicht wissen. Nach dem, was wir im letzten Jahr mit ihm erlebt haben, scheint er wirklich zu wollen, dass wir nach Neuseeland gehen. Wir können bisher nur spekulieren, was der Grund dafür ist. Aber das ist auch gar nicht so wichtig: Gott hat die Dinge in der Hand. Und er wird schon keinen
Montag, 1. Januar 2007
Frohes neues Jahr
2006 – das Jahr der Veränderungen – ist fast vorbei. Es folgt das Jahr des Neuanfangs. Auf dem letzten Blatt unseres Katzenkalenders stand, dass gerade am 31.12. die Leute in besondere Geschäftigkeit verfallen. So auch wir: Die Nacht war um 8:30 vorbei (sehr früh für uns), da bei mir die Gedanken kreisten und bei Kathrin der Magen rumorte. Die Bettwäsche ist in die drei Haufen „mitnehmen“, „wegwerfen“ und „was ist damit?“ eingeteilt worden. Die Küche ist frei von allen Postkarten, die den Kühlschrank verziert haben. Sämtliche Bilder im Schlafzimmer und Arbeitszimmer sind abmontiert. Die Bücher, welche früher oder später nachkomen sollen, nehmen stattliche 25kg in einer Kiste ein. Sag einmal – träumen wir das nicht eigentlich? Wachen wir nicht gleich auf und ich gehe wie üblich zur Arbeit?
Jetzt, 14 Tage vor Tag X, gehen Kathrin und ich gleichzeitig durch die Phase „Irreal”. Alles wirkt irgendwie nicht richtig. Gefühlsregungen wechseln sich im 10-Minuten-Takt ab. Freude wird gefolgt von Unglauben, welcher Trauer Platz macht. Und so weiter. Das strengt an. Wir sind beide dünnhäutig geworden und kriegen uns häufiger wegen Kleinigkeiten in die Haare – können uns aber auch schnell wieder bekrabbeln und uns gemeinsam freuen.
Wir sind gespannt auf das kommende Jahr (welches in Neuseeland übrigens seit 5 Stunden bereits angefangen hat). Es gibt viel Neues zu entdecken und zu erfahren. In diesem Sinne wünschen wir allen unseren treuen Blog-Konsumenten ebenfalls ein gutes Jahr mit vielen positiven Geschehnissen und Eindrücken. Es tut gut, zu wissen, dass Ihr da draußen mit uns fiebert, fühlt, freut, leidet, etc. Macht weiter so.